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Der Prager Frühling 1968


Reinhard Veser

Der Versuch, das sozialistische System von innen heraus zu reformieren, war in vielem widersprüchlich. Am Beispiel der Tschechoslowakei lässt sich veranschaulichen, wie ein scheinbar stabiles System politischer Macht nach und nach in sich zusammenfällt, ohne dass dies von außen sofort sichtbar wird. Der Band zeigt, dass der "Prager Frühling" von einer Volksbewegung getragen wurde und nicht nur von der einheimischen kommunistischen Elite begonnen wurde und geprägt war. Als die von der Parteiführung eingeleiteten Reformen durch Truppen des Warschauer Paktes niedergeschlagen wurden, standen Tschechen und Slowaken gemeinsam mit ihr gegen die Okkupanten. Danach trennten sich die Wege der Bevölkerung und der Partei allerdings, ohne dass sie je wieder zusammengefunden hätten. Für viele einstige Kommunisten war das Ende des "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" auch das Ende ihres Glaubens an die kommunistische Ideologie.


Schlagworte:Geschichte
Bestellnummer:0734 Z (Gruppensatz möglich)
Bestellbar:für interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Nordrhein-Westfalen

Buch

Covergrafik des Buches 'Der Prager Frühling 1968'

Erfurt: Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, 2008, 132 S., 2. Aufl.