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Mit dem menschenverachtenden Weltbild der heutigen Rechtsextremisten und ihren Gefahren für die Gesellschaft beschäftigten sich Mitglieder des Fußball-Verbands Mittelrhein heute (6. Februar 2010) in der Sportschule in Hennef. "Rechtspopulistische und rassistische Parolen sind weiter verbreitet als viele ahnen. Politische Bildung will vor allem Jugendliche, aber auch Erwachsene dafür sensibilisieren und zum Widerspruch befähigen“, erklärte die Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen, Maria Springenberg-Eich.
"Der demokratische Staat braucht demokratiekompetente Bürgerinnen und Bürger, deren eigenes Handeln sich an Freiheit, Gleichheit und Menschenwürde orientiert. Wir wollen möglichst viele Menschen stark machen, antidemokratischen Tendenzen mutig zu begegnen. In unseren Seminaren lernen alle gemeinsam, dass Argumentieren Spaß macht und das Selbstbewusstsein stärkt“, so Springenberg-Eich.
Auch Verantwortliche in Fußballvereinen werden häufig mit rassistischen und rechtsextremistischen Parolen konfrontiert. "Rassismus und Ausgrenzung dürfen in unseren Vereinen keinen Platz haben. Der Fußball ist offen für Menschen jeden Glaubens, jeder Herkunft und vieler Überzeugungen. Deshalb ist es wichtig, dass wir unsere Ehrenamtler schulen, auf Hetzparolen richtig zu reagieren und damit solchen Tendenzen schon an der Basis wirksam entgegenzutreten“, so Dr. Stephan Osnabrügge, Vizepräsident des Fußball-Verbands Mittelrhein.
Die Seminarreihe basiert auf dem von Dr. Klaus-Peter Hufer entwickelten "Argumentationstraining gegen Stammtischparolen“. Vorgestellt wurde der Ansatz von Kommunikationstrainer Bernd Blümmert.
Dr. Thomas Pfeiffer, Experte aus dem Innenministerium des Landes, hielt einen Fachvortrag zum Thema "Rechtsextremismus heute: Eine Szene im neuen Gewand“. "Rechtsextremisten bemühen sich um eine moderne und seriöse Verpackung ihrer Propaganda“, sagte Dr. Thomas Pfeiffer. Diese Szene instrumentalisiere die Sorgen vieler Menschen und verstecke rassistische, nach wie vor auch antisemitische, Positionen hinter Äußerungen zur Arbeitslosigkeit und zur Globalisierung. "Dies macht es zuweilen schwierig, den getarnten Rechtsextremismus als solchen zu erkennen. Deshalb ist Aufklärung wichtiger denn je.“
Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen mit dem Fußball-Verband Mittelrhein und dem Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen.
Der heutigen Veranstaltung folgen weitere eintägige Seminare in der Sportschule Hennef: am 11. September 2010, am 18. September 2010 und am 30. Oktober 2010.
Wegen der begrenzten Platzzahl wird um Anmeldung gebeten. Interessierte können sich ab sofort für die Seminare in Hennef anmelden unter:
Ansprechpartnerin für Journalisten bei weiteren Fragen:
Lydia Anita Jendryschik, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen, Tel.: 0211-8618-4652.