Ruhrgebietskinder: Junge deutsche Muslime auf der Suche nach jüdischer Geschichte

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Der Pädagoge Burak Yilmaz und sechs deutsch-muslimische Jugendliche aus Duisburg zeigen in diesem Film, was es für sie heißt, Verantwortung für das gemeinsame Miteinander zu übernehmen - und wie sich Brücken schlagen lassen, insbesondere zu jüdischen Jugendlichen.

Burak Yilmaz ging ab seinem 11. Lebensjahr regelmäßig in die Koranschule. Zunächst hatte er Freude am Arabischen und an den klangvollen Versen. Doch dann erlebte er hier auch das erste Mal Antisemitismus, den er aus dem Elternhaus nicht kannte. Es war ein schleichender, subtiler Prozess.

Heutzutage setzt er sich mit dem Thema auseinander und versucht, andere darauf zu sensibilisieren. Sein neuestes Projekt: Er begibt sich auf Spurensuche nach jüdischem Leben in seiner Heimatstadt Duisburg.

Seine Erfahrungen gibt er an deutsch-muslimische Jugendliche weiter. Zusammen suchen sie Antworten auf die Fragen, was ihre Umgebung mit der NS-Zeit zu tun hatte und wie schnell Hass und Hetze zur Verfolgung führen können.

Emre, einer der Jugendlichen, fasst seine Erfahrungen zusammen: „Es ist sehr wichtig, dass wir in unserem engsten Umfeld damit anfangen, die Leute, die antisemitisch werden, darauf hinzuweisen, wohin das überhaupt führen kann. Die meisten sind sich gar nicht dessen bewusst.“

 

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Filmographische Angaben

Dokumentation
Deutschland, 2021
Regie: Dr. Anke Wolf-Graaf & Jarek Presnück
Produktion: Heja Medien Produktion GmbH
Schlagworte: Antisemitismus, Jugend, Migration und Integration

29:04 Minuten