Preisverleihung 2019

In Erinnerung an den Bundespräsidenten Gustav W. Heinemann verleiht die Landesregierung Nordrhein-Westfalen seit 1983 jährlich den Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher. Mit diesem Preis werden Bücher ausgezeichnet, die Kinder und Jugendliche ermutigen, sich für Menschenrechte, für gewaltfreie Formen der Konfliktlösung, für die Integration von Minderheiten und für ein friedliches Zusammenleben einzusetzen.

Der Gustav-Heinemann-Friedenspreis ist die wichtigste friedenspolitische Auszeichnung für Kinder- und Jugendbücher im deutschen Sprachraum.

Zum Preisbuch 2019

Als Preisbuch hat die unabhängige Jury des Gustav-Heinemann-Friedenspreises in diesem Jahr das Buch "Gertrude grenzenlos" von Judith Burger vom Verlag Gerstenberg ausgewählt.

Judith Burgers Debüt "Gertrude grenzenlos“ erzählt von der elfjährigen Ina, die in den 70er Jahren in der DDR lebend, sich mit ihrer Mitschülerin Gertrude anfreundet, deren Familie durch einen Ausreiseantrag gesellschaftlich stigmatisiert ist. Alle Versuche von Inas Umfeld, den Kontakt der Mädchen zu unterbinden, laufen ins Leere, denn Ina kämpft mit viel Einfallsreichtum darum, dass Gertrude anerkannt wird, und zeigt den Mut, trotz aller Repressalien an ihrer Freundschaft festzuhalten.

Im 30. Jahr des Mauerfalls bringt der Text dem jungen Leser in lockerer, unpathetischer Erzählweise die Lebenswirklichkeit der DDR nahe und verschafft der beharrlichen Haltung des Widerstandes auch im Kleinen ein deutliches Profil. Ein kindgerechtes Glossar ergänzt das Buch um Hintergrundinformationen.

Zur Preisträgerin 2019

Judith Burger ist 1972 in Halberstadt geboren und seit über zwanzig Jahren begeisterte Wahlleipzigerin. Nach ihrem Studium der Kultur- und Theaterwissenschaften 1991 arbeitete sie lange Zeit als Werbetexterin. Seit einigen Jahren ist sie redaktionelle Mitarbeiterin bei MDR Kultur.
"Gertrude grenzenlos“ ist ihr Debüt.