Preisträger des Gustav-Heinemann-Friedenspreises 2012

Preisträgerin des Gustav-Heinemann-Friedenspreises 2012 ist Anne-Laure Bondoux mit ihrem Buch „Die Zeit der Wunder“.

Koumaïl ist zwölf Jahre alt, als er von französischen Zollbeamten auf einem Lastwagen entdeckt wird.

Begonnen hat alles in den Kriegswirren des Kaukasus – es ist die Geschichte einer endlosen Flucht und es ist die Geschichte von Koumaïls Herkunft, so wie Gloria sie ihm erzählt hat: Koumaïls Mutter ist einem Anschlag zum Opfer gefallen; sterbend hat sie das Kind Gloria übergeben.

Auf ihrer Flucht werden Gloria und Koumaïl getrennt, so dass er allein in Frankreich ankommt.

Erst mit dem Siegeszug des Internet kann er seine Suche nach Gloria und damit nach seiner wahren Identität wieder aufnehmen. In Tiflis kommt es zu einem letzten Zusammentreffen zwischen ihm und Gloria, wieder erzählt sie ihm die wahre Geschichte seiner Herkunft, aber es ist eine ganz neue Geschichte.

Bondoux‘ Werk ist eine ebenso realistische wie poetische Erzählung über das Elend der Kriege und zugleich eine Erzählung über Geschichten, die über den Krieg erzählt werden und immer erzählt worden sind.

Für ihre hervorragende Leistung erhielt Maja von Vogel den einmaligen Sonderpreis für Übersetzungsleistung der Regionalgeschäftsstelle NRW des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Anne-Laure Bondoux

aus dem Französischen von Maja von Vogel

Carlsen Verlag, Hamburg, 2011

Gebunden, 192 Seiten.

empfohlen ab 13 Jahren

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