Preisträger des Gustav-Heinemann-Friedenspreises 2016

Der Erste Weltkrieg, in den Worten G. F. Kennans die „Urkatastrophe Europas“, wird in dem Roman „So fern wie nah“ von John Boyne adressatenangemessen aus dem Blickwinkel eines Kindes  beleuchtet: Der Protagonist Alfie Summerfield begibt sich auf eine abenteuerliche Suche nach seinem Vater, der zwar körperlich mehr oder weniger unversehrt aus den Schützengräben der Westfront evakuiert wurde, aber als psychisch Kriegsversehrter an der vom Krieg verhärteten Heimatfront in einem Krankenhaus behandelt wird.

Alfie gelingt es im Lauf der Handlung, den schon so lange sehnsuchtsvoll vermissten Vater aufzuspüren und dem Traumatisierten durch sein Engagement, sein Mitgefühl und seinen Optimismus auf dem  langen Weg nach Hause zu unterstützen. So ist Alfie nicht nur ein Opfer der Zeitläufe, sondern auch ein Junge, der sich mit kindlicher Souveränität gegen den Krieg und dessen Folgen auflehnt.

John Boyne

So fern wie nah

Aus dem Englischen von Brigitte Jakobeit und Martina Tichy

Gebunden 256 Seiten

FISCHER KJB

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