Türkischer Rechtsextremismus in Deutschland.

Erkennen - Benennen - Handeln.

Typ:
Fachtagung
Datum:
21. September 2022, 09:00 bis 17:00 Uhr
Ort:
Design Offices Düsseldorf / Fürst und Friedrich, Fürstenwall 172, 40217 Düsseldorf
Details:

Expertinnen und Experten nennen sie die „größte rechtsextremistische Bewegung“ in Deutschland. Der Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen führt für das Jahr 2021 3.700 Unterstützerinnen und Unterstützer auf, zahlreiche Vereine existieren. Die Rede ist von einer rechtsextremistischen Szene, die in Deutschland vor allem unter dem Namen „Graue Wölfe“ bekannt ist.

Wirft man einen Blick auf die Präventionsangebote gegen Rechtsextremismus findet man allerdings nur wenige Projekte, die sich diesem spezifischen Phänomen widmen. Auch in der öffentlichen Debatte konzentriert sich die Diskussion meist auf deutschnationale Ausprägungen des Rechtsextremismus. Eine breite gesellschaftliche Auseinandersetzung mit der Bewegung der „Grauen Wölfe“ hat bisher noch nicht stattgefunden. Zuletzt wurde nach ihrem Verbot in Frankreich im Jahr  2020 in Deutschland eher zurückhaltend diskutiert.

Mit ihren Aktivitäten verstärken die "Grauen Wölfe" Spannungen unter türkeistämmigen Menschen und richten sich dabei gegen die Demokratie und das im Grundgesetz formulierte Prinzip der Menschenwürde. Sie wollen vor allem Jugendliche als Teil der Gesellschaft an sich binden. Dabei werden Freizeitangebote genutzt, um den Kern der Ülkücü-Ideologie in geschickter Art und Weise zu kaschieren. So dienen Fußball- undweitere Sportangebote als Zugang, um Jugendliche an die Ideen und Denkweisen der Bewegung heranzuführen.

Doch wer genau sind die sogenannten „Grauen Wölfe“? Welche Ideologie vertreten sie und welche Rolle spielen sie, z.B. bei antisemitischen Demonstrationen wie zuletzt im Mai 2021? Welche Funktion haben Frauen in der Bewegung? Diese und andere Fragen sollen bei der Fachtagung im Mittelpunkt stehen. Multiplikatoren und Multiplikatorinnen sowie interessierte Fachkräfte sind eingeladen, gemeinsam mit Expertinnen und Experten über das Phänomen zu diskutieren und in Workshops Handlungsstrategien zur Auseinandersetzung zu entwickeln.

Zielgruppe

Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus politischer Bildung, sozialer Arbeit, Initiativen, Verwaltung, Sicherheitsbehörden, Journalismus und Wissenschaft.

Anmeldeschluss

3. September 2022

Anmeldung und Teilnahmebedingung

Die Anmeldung erfolgt unter lpb-gw.mohr-live.de

Bitte melden Sie sich spätestens bis zum 02. September 2022 an. Anschließend  bestätigen wir Ihnen den Eingang Ihrer Anmeldung per E-Mail. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Es gelten die aktuellen Abstands- und Hygienevorschriften. Bitte bringen Sie einen Mund-Nasen-Schutz mit. Kurzfristige Anpassungen der Maßnahmen sind möglich.

Ansprechpersonen

Organisatorisches

Nadine de Haan
E-Mail: nadine.dehaan(at)politische-bildung.nrw.de

Inhaltliches

Jannis Stenzel
E-Mail: jannis.stenzel(at)politische-bildung.nrw.de