"Mehr als man kennt - näher als man denkt" Objektgeschichten aus Gedenkstätten in NRW

Eröffnung der Wanderausstellung in Arnsberg am 28. Oktober 2020

Mit dem Ziel, die vielfältige NS-Erinnerungs- und -Gedenkstättenlandschaft in Nordrhein-Westfalen in einem neuen Format vorzustellen, hat die Landeszentrale für politische Bildung in enger Kooperation mit dem Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW die Wanderausstellung „Mehr als man kennt – näher als man denkt“ entwickelt. Die gezeigten Objekte aus den 29 im Arbeitskreis zusammengeschlossenen Gedenkstätten spiegeln individuelle Schicksale aus mannigfaltigen Perspektiven wider. Am 28. Oktober 2020 wurde die Wanderausstellung in der Bezirksregierung Arnsberg mit einer Veranstaltung eröffnet.

Auf ein einleitendes Grußwort des Regierungspräsidenten der Bezirksregierung Arnsberg, Hans-Josef Vogel, folgte eine Talkrunde zum Thema „Zwischen Routine und Innovation!“. Neben Hans-Josef Vogel beleuchteten Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, und Dr. Stefan Mühlhofer, Vorsitzender des Arbeitskreises NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte, die Rolle von NS-Gedenkstätten unter Gesichtspunkten der politisch-historischen Bildung. Diskutiert wurde unter anderem über das Selbstverständnis von NS-Gedenkstätten in einer heterogener werdenden Gesellschaft und den damit verbundenen Auftrag von Erinnerungsarbeit.

Staatssekretär Klaus Kaiser betonte: „Unser Ziel ist es, den Blick auf die Geschichten hinter den Gegenständen zu lenken. Die Auseinandersetzung mit den 29 Ausstellungsobjekten eröffnet uns neue Perspektiven, weg vom ursprünglichen Nutzungszweck der Gegenstände hin zu den menschlichen Schicksalen, die mit ihnen verbunden sind. Es sind Opfer – aber auch Täter –, denen wir in dieser Ausstellung begegnen.“

Stefan Mühlhofer bekräftigte: „Die Objektgeschichten bieten die Gelegenheit, den Blick hin zu einem reflektierten Geschichtsbewusstsein zu öffnen. Wichtig ist, was die Besucherinnen und Besucher am Ende mit nach Hause nehmen: Eine Vergegenwärtigung des Geschehenen und die Fähigkeit, diese Denk- und Diskussionsanstöße für die Orientierung in der Zukunft zu nutzen.“

Die Ausstellung wird noch bis zum 6. Januar 2021 in Arnsberg gezeigt und im Anschluss in den anderen nordrhein-westfälischen Regierungsbezirken. Aufgrund der aktuellen Corona-Schutzverordnung ist es jedoch gegenwärtig (Stand: November 2020) nicht möglich, die Ausstellung zu besuchen.

Impressionen der Eröffnungsveranstaltung

Weitere Informationen zur den Gedenkstätten finden Sie auf unserer Homepage oder auf der Homepage des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte.

Die digitale Ausstellung können Sie hier besuchen.