Aktueller Antisemitismus in Deutschland

Auf Schulhöfen ist „Du Jude“ längst wieder eine gängige Beleidigung. Alte und neue antisemitische Verschwörungserzählungen kursieren nicht erst seit der Corona-Pandemie, vor allem im Internet. Weit verbreitet ist auch der israelbezogene Antisemitismus, der antisemitische Stereotype auf Israel als "Jude unter den Staaten" projiziert. Antisemitismus ist in Deutschland kein Randphänomen, sondern in allen gesellschaftlichen Gruppen verbreitet. Nicht zuletzt Betroffene nehmen in jüngerer Vergangenheit eine drastische Zunahme von Antisemitismus wahr. Viele Jüdinnen und Juden fühlen sich in ihrer Heimat nicht mehr sicher.

Antisemitismus ist für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrkräfte nicht immer leicht zu erkennen: Häufig äußert sich Judenfeindschaft heute nicht offen, sondern über Codes, Anspielungen und unterschwellige Botschaften. All dies macht Antisemitismus zu einer aktuellen pädagogischen Herausforderung. Oft ist sie mit der Unsicherheit verbunden, wie mit antisemitischen Aussagen umgegangen werden soll.

Die Landeszentrale für politische Bildung bietet daher ab sofort neben Projekttagen für Schülerinnen und Schüler auch Fortbildungen für Lehrkräfte sowie eine Weiterbildung für Multiplikatoren der politischen Bildung an.

Projekte der Landeszentrale für politische Bildung

Der Projekttag bietet Schülerinnen und Schülern ab der 9. Jahrgangsstufe die Möglichkeit, sich lebensweltbezogen und in interaktiven Methoden mit aktuellem Antisemitismus auseinanderzusetzen. Ein Projekttag dauert sechs Zeitstunden, die Anfangs- und Endzeiten können individuell mit den Referentinnen und Referenten angepasst werden.

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt über das nachfolgende Formular. Die Terminabstimmung übernehmen im Anschlussdie Referentinnen und Referenten.

Teilnahmebedingungen

Veranstaltungsort
Die Projekttage finden in der Schule statt.


Teilnehmendenzahl
20 bis 32 Schülerinnen und Schüler

Technische Voraussetzungen
Die Schule stellt zwei Räume sowie die benötigte Technik (pro Raum ein interaktives Whiteboard oder Beamer, PC/Notebook und Lautsprecher) zur Verfügung.

Sonstiges
Eine Lehrkraft muss während der gesamten Veranstaltung anwesend sein.
Eine intensive Vor- und Nachbereitung im Unterricht sind obligatorisch.
Die Teilnahme ist kostenlos.

In der Fortbildung werden Lehrkräfte dabei unterstützt, Antisemitismus im Unterricht zu thematisieren. Sie steht allen interessierten Lehrkräften offen, die sich im Themenfeld professionalisieren möchten.

Die nächste Fortbildung wird am 10. und 11. September 2021 in Dortmund stattfinden. Nähere Informationen dazu finden Sie in Kürze hier und in unserem Veranstaltungskalender.

Mit der Weiterbildung „Aktueller Antisemitismus in Deutschland – Erscheinungsformen, Verknüpfungen und Handlungsmöglichkeiten“ bietet die Landeszentrale Fachkräften der politischen Bildung die Möglichkeit,sich im Themenfeld zu professionalisieren und die eigenen Kenntnisse zu vertiefen. Die Weiterbildung setzt sich dafür mit grundlegenden inhaltlichen und fachlichen Fragen auseinander und stärkt gleichzeitig die Handlungskompetenzen der Teilnehmendenin ihrem pädagogischen Alltag. Dabei stehen aktuelle Themen wie beispielsweise Verschwörungsmythen, israelbezogener Antisemitismus oder aber Antisemitismus in den Sozialen Medien im Vordergrund. Die Teilnehmenden reflektieren ihre bisherige Praxis im Umgang mit Antisemitismus, lernen Methoden der pädagogischen Auseinandersetzung mit Antisemitismus kennen und erarbeiten sich neue Handlungsstrategien.

Die Weiterbildung besteht aus fünf dreitägigen, aufeinander aufbauenden Modulen, die an folgenden Terminen stattfinden:

02. bis 04. September 2021
25. bis 27. November 2021
27. bis 29. Januar 2022
17. bis 19. März 2022
28. bis 30. April 2022

Die Module beginnen jeweils donnerstags um 10:00 Uhr und endet samstags um 16:00 Uhr. Veranstaltungsort istdie Akademie Biggesee in 57439 Attendorn.

Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an die folgende Adresse: jannis.stenzel@politische-bildung.nrw.de

Anmeldeschluss ist der 18. August 2021.

Der Eingang Ihrer Anmeldung wird Ihnen per E-Mail bestätigt. Die Plätze sind begrenzt. Einzelne Module können nicht gebucht werden. Wir werden uns bemühen, die Plätze gerecht zu verteilen und zudem eine Gruppe mit geeigneten, diversen Teilnehmenden zusammenzustellen.

Ansprechpartner

Für Inhaltliches

Jannis Stenzel
E-Mail:

Für Organisatorisches

Monika Hardt
Tel.: 0211 / 896-4852
E-Mail:

Kooperationspartner

Der Verein BildungsBausteine bietet Workshops, Projekttage, Seminare, Trainings und Fortbildungen zu Antisemitismus, Rassismus und anderen Ideologien der Ungleichwertigkeit an.

Er entwickelt Konzepte, Methoden und Materialien für die antisemitismus- und rassismuskritische Bildungsarbeit, führt hierzu Projekte durch, ist beratend tätig und organisiert Bildungs- und Fachveranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen.

www.bildungsbausteine.org