Hintergrund: Kandidaturmöglichkeiten

Bei den Kandidaturmöglichkeiten gilt bei der Kommunalwahl: Fast alles ist möglich. Kandidatinnen und Kandidaten müssen sich vor der Wahl nicht auf ein Amt festlegen, können sich gleichzeitig für fast alle Ämter auf Kreis- und Gemeindeebene bewerben. Einzige Ausnahme: Man darf nicht gleichzeitig für das Landrats- und das Bürgermeisteramt kandidieren.

Ausnahmen

Diese fast unbegrenzte Freiheit genießen aber nicht alle Bürgerinnen und Bürger: Beamte oder Angestellte der Verwaltung einer Kommune dürfen sich dann nicht um ein Mandat bewerben, wenn sie Aufsichtsfunktionen wahrnehmen. Sonst würden sie sich am Ende selber kontrollieren können.

Keine Fünf-Prozent-Hürde

Grundsätzlich gilt außerdem: In NRW gibt es schon seit 1999 keine Fünf-Prozent-Hürde mehr, die verhindert, dass Parteien und Bewerber, die weniger als fünf Prozent der Stimmen erreichen, in die politischen Gremien einziehen dürfen.

Vom Experten erklärt - Der Wegfall der 5-Prozent-Klausel

Im Expertenvideo erläutert Prof. em. Dr. Uwe Andersen von der Universität Bochum, was kumulieren und panaschieren bei Kommunalwahlen bedeutet - und warum der Bürger weniger Einfluss auf das Wahlergebnis hat, weil es beides in Nordrhein-Westfalen nicht gibt.