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Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus

Landeskoordinierungsstellen gegen Rechtsextremismus bzw. Landesdemokratiezentren gibt es in allen 16 Bundesländern. Die Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus (LKS) in Nordrhein-Westfalen wurde 2008 eingerichtet und ist bundesweit vernetzt. Sie ist Teil des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“

Hauptaufgaben der Landeskoordinierungsstelle

Die LKS ist in Nordrhein-Westfalen für die Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes gegen Rechtsextremismus und Rassismus (IntHK REX) verantwortlich. Dieses verfolgt das Ziel, bereits bestehende Maßnahmen der Landesregierung zur Prävention von Rechtsextremismus und Rassismus besser aufeinander abzustimmen und insbesondere die präventive Arbeit zu stärken. Das Konzept ist partizipativ angelegt und unter maßgeblicher Beteiligung zivilgesellschaftlicher und kommunaler Akteurinnen und Akteure entwickelt worden. Hier spielt das Landesnetzwerk gegen Rechtsextremismus eine wichtige Rolle, da besonders die Expertise und Erfahrungen dessen Akteurinnen und Akteure in die Umsetzung eingeflossen sind.

Die LKS koordiniert und steuert die gemeinsame Arbeit des Landesnetzwerks gegen Rechtsextremismus und ist Schnittstelle zu dessen einzelnen Partnerinnen und Partnern.
Das Landesnetzwerk wurde 2012 von staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren gegründet. Es ist Austausch- und Informationsforum von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in der Arbeit gegen Rechtsextremismus. Das primäre Ziel des Landesnetzwerks ist, ein menschenrechtsorientiertes und demokratisches Zusammenleben zu fördern. Im Dialog zwischen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Mitgliedern sollen gemeinsame Maßnahmen für die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Rassismus entwickelt und umgesetzt werden. Um dies zu erreichen, setzt sich das Landesnetzwerk mit aktuellen Entwicklungen im Bereich Rechtsextremismus und Rassismus auseinander.

Unterstützt durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!" und die Landesregierung fördert die LKS ein breites Beratungsangebot für Menschen, die von Rechtsextremismus und Rassismus betroffen sind. Hierzu zählen fünf Mobile Beratungsstellen gegen Rechtsextremismus, zwei Opferberatungsstellen und eine zivilgesellschaftliche Ausstiegsberatung.

Um die nordrhein-westfälischen Kreise und Kommunen in der Präventionsarbeit gegen Rechtsextremismus und Rassismus zu stärken, hat das Land das kommunale Förderprogramm "NRWeltoffen" entwickelt. Durch das Programm werden Kreise und kreisfreie Städte bei der nachhaltigen Entwicklung und Umsetzung präventiver Handlungskonzepte gefördert und unterstützt. In diesem Prozess sollen alle relevanten zivilgesellschaftlichen Akteure beteiligt und die Perspektiven von Betroffenen einbezogen werden. Gegenwärtig fördert das Land insgesamt 24 Kreise und kreisfreie Städte mit maximal 72.100 Euro pro Jahr.

Seit 2015 werden durch das Bundesprogramm "Demokratie leben!" in ganz Deutschland Städte, Gemeinden und Landkreise gefördert, um mit Hilfe von "Partnerschaften für Demokratie" lokale Handlungskonzepte für Demokratie und Vielfalt zu entwickeln und umzusetzen. Die LKS unterstützt die in Nordrhein-Westfalen ansässigen "Partnerschaften für Demokratie" und organisiert für die Beteiligten regelmäßige Vernetzungstreffen.