Preisträger des Gustav-Heinemann-Friedenspreises 2019

"Gertrude grenzenlos" von Judith Burger

Als Preisbuch hat die unabhängige Jury des Gustav-Heinemann-Friedenspreises in diesem Jahr das Buch "Gertrude grenzenlos" von Judith Burger ausgewählt.

Judith Burgers Debüt "Gertrude grenzenlos“ erzählt von der elfjährigen Ina, die in den 70er Jahren in der DDR lebend, sich mit ihrer Mitschülerin Gertrude anfreundet, deren Familie durch einen Ausreiseantrag gesellschaftlich stigmatisiert ist. Alle Versuche von Inas Umfeld, den Kontakt der Mädchen zu unterbinden, laufen ins Leere, denn Ina kämpft mit viel Einfallsreichtum darum, dass Gertrude anerkannt wird, und zeigt den Mut, trotz aller Repressalien an ihrer Freundschaft festzuhalten.

Im 30. Jahr des Mauerfalls bringt der Text dem jungen Leser in lockerer, unpathetischer Erzählweise die Lebenswirklichkeit der DDR nahe und verschafft der beharrlichen Haltung des Widerstandes auch im Kleinen ein deutliches Profil. Ein kindgerechtes Glossar ergänzt das Buch um Hintergrundinformationen.

Hildesheim: Gerstenberg Verlag, 2018, 240 S., (ab 10 Jahre)

Empfohlene Bücher:

 

Der Klang der Freiheit

Gill Lewis
München: arsEdition, 2018, 80 S., (ab 10 Jahre)

Wie Tortot sein Fischherz verlor

Benny Lindelauf, Ludwig Volbeda
Berlin: Verlagshaus Jacoby & Stuart, 2018, 236 S., (ab 13 Jahre)

Im Gefängnis

Thomas Engelhardt, Monika Osberghaus
Leipzig: Klett Kinderbuch Verlag, 2018, 96 S., (ab 8 Jahre)